Endlich war es so weit! Unser großes Abenteuer konnte starten: Mit dem Auto ging es vom Niederrhein bis an die Costa Blanca in Spanien. Unser Roadtrip sollte insgesamt 15 Tage dauern und ich hatte im Vorfeld bereits jeweils zwei Zwischenstopps für Hin- und Rückfahrt eingeplant. Unsere erste Etappe führte uns nach Lyon. Bereits früh am Morgen ging es los, denn die Strecke bis Lyon war mit 780 Kilometern doch relativ lang.
Weil die Fahrt durch Frankreich so reibungslos wie möglich verlaufen sollte, hatten wir uns im Vorfeld ein kleines Gerät – eine Mautbox – für unser Auto besorgt, mit dem wir die Autobahnmaut in Frankreich automatisch bezahlen konnten. Das hat uns tatsächlich einiges an Wartezeit vor den Mautstationen erspart.
Zum Glück verlief die Fahrt ohne größere Staus und am späten Nachmittag kamen wir schließlich in Lyon an. Und da haben wir direkt den Verkehr einer französischen Großstadt kennengelernt. Ich hatte zuhause auf Google Maps bereits nach passenden Parkhäusern gesucht, wo wir unser Auto für eine Nacht unterstellen könnten.
Doch auf dem Weg dorthin habe ich mich – trotz Navi – erst einmal verfahren.

Nachdem wir unser Auto endlich abgestellt hatten, machten wir uns -bepackt mit Koffer und Rucksäcken- zu Fuß auf in Richtung Hotel.

Unser Hotel „La Residence“ lag sehr zentral im Herzen von Lyon, nur wenige Gehminuten vom Place Bellecour entfernt. So konnten wir die Stadt bequem zu Fuß erkunden.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns sofort auf den Weg. Eigentlich hatten wir vor, typisch französisch essen zu gehen. Aber nach einem langen Reisetag, zwei müden Kindern und Speisekarten, bei denen wir nicht einmal sicher waren, ob die Kinder überhaupt etwas finden würden, entschieden wir uns kurzerhand für Burger. Im Nachhinein war das genau die richtige Entscheidung. Denn satt und entspannt, konnten wir anschließend zurück zum Hotel schlendern und nebenbei Lyon entdecken.

Und mal ganz ehrlich: Wie wunderschön ist bitte Lyon?
Die Stadt war an diesem Abend so voller Leben, das Wetter war wirklich toll und wir hatten richtig Lust alles zu erkunden. Später haben wir dann erfahren, dass zu der Zeit in Lyon ein Festival stattgefunden hat. Da hat unser Timing wohl perfekt gepasst.

Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass mich diese Stadt so begeistern würde. Der Plan war eigentlich ganz einfach: ankommen, etwas zu Abend essen, eine kleine Runde durch die Altstadt drehen und am nächsten Morgen weiterfahren.
Dass ich mich dann aber so Hals über Kopf in diese wunderschöne Stadt verlieben würde, damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet.
Wobei mir das ehrlich gesagt öfter passiert. Ich komme an einen neuen Ort – und verliebe mich sofort. Manchmal frage ich mich: Bin ich einfach viel zu leicht zu begeistern? Oder gibt es einfach viel mehr wunderschöne Orte auf dieser Welt, als man je bereisen kann?
Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Und genau deshalb liebe ich das Reisen so sehr.
Aber das ist vielleicht eine Geschichte für einen anderen Blogbeitrag.


