Schlagwort: Spanien

  • Lanzarote – Unser erster Urlaub als Familie

    Lanzarote – Unser erster Urlaub als Familie

    Zur Einordnung: Wir waren im Herbst 2018 auf Lanzarote. Alle Angaben und Erfahrungen in diesem Beitrag beziehen sich auf diesen Reisezeitraum. Außerdem habe ich damals nicht wirklich viele Fotos gemacht. Also seht es mir nach, wenn die Fotos in diesem Beitrag teilweise nicht die Besten sind.

    Am Strand in Costa Teguise

    Vom grauen November in Deutschland in die Sonne auf den Kanaren

    Im November 2018 sind wir zum ersten Mal als Familie mit Kind in den Urlaub gefahren. Unser Sohn war gerade 10 Monate alt und wir wollten einfach mal raus.

    Mein Mann und ich hatten lange keinen Urlaub mehr gemacht – abgesehen von einem Wochenende an der Mosel während meiner Schwangerschaft – aber während des Studiums fehlte uns dafür leider das Geld. Also entschieden wir uns für eine Flugreise auf die Kanaren.

    Playa de las Cucharas in Costa Teguise auf Lanzarote

    Am Abend zuvor waren wir noch bei dunklem, grauen Novemberwetter in Deutschland auf einem Sankt Martinszug unterwegs und bereits am nächsten Tag ging es für uns für eine Woche in die Sonne.

    Von Düsseldorf aus beträgt die Flugdauer bis Arrecife auf Lanzarote ungefähr 4 ½ Stunden. Und dafür, dass wir mit einem Baby unterwegs waren, verlief der Flug tatsächlich relativ reibungslos.

    Da wir eine Pauschalreise gebucht hatten, fuhren wir mit dem Transferbus vom Flughafen zum Hotel. Unser Hotel – das H10 Lanzarote Garden – liegt in Costa Teguise im Osten von Lanzarote.

    Hotelanlage des H10 Lanzarote Garden

    Wir hatten Glück und bekamen ein Zimmer mit großer Terrasse und einem herrlichen Blick auf die Hotelanlage. Der Pool mit Piratenschiffrutsche war für uns noch nicht interessant, aber für ältere Kinder stellt er bestimmt ein absolutes Highlight dar. Da wir aber im Oktober 2023 noch ein weiteres Mal Urlaub in einem H10 Hotel gemacht haben – diesmal auf Teneriffa – kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Kinderanimation mit dem Gänseblümchen-Maskottchen Daisy wirklich klasse ist.

    Das große Piratenschiff am Pool des H10 Lanzarote Garden

    Da wir gerne die Insel etwas kennenlernen wollten, haben wir uns damals für einen Tag einen Mietwagen besorgt und haben uns einige Sehenswürdigkeiten der Insel in der Nähe von Costa Teguise angeschaut. Gemietet haben wir den Wagen damals bei Cicar. Von da an buchten unseren Mietwagen nur noch bei Cicar – auch bei unseren späteren Urlauben auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa – und bisher immer nur gute Erfahrungen gemacht.

    1. Jardin de Cactus

    Der Kaktusgarten

    Als erstes auf unserer Liste stand der Jardin de Cactus in Guatiza. Da sowohl mein Mann als auch ich total auf botanische Gärten stehen, war dieser erste Stopp eigentlich nicht verhandelbar. Ich war tatsächlich sehr begeistert von den großen Kakteen, die uns teilweise mehrere Meter überragten. Der Kaktusgarten befindet sich in einem alten Steinbruch, was mir persönlich besonders gut gefallen hat.

    2. Fundación César Manrique

    Der nächste Stopp führte uns in das ehemalige Wohnhaus des kanarischen Künstlers César Manrique in Tahiche. Heute befindet sich dort die Stiftung César Manrique, die den künstlerischen und dokumentarischen Nachlass des Künstlers verwaltet. Der Rundweg durch das Haus ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.

    Im ehemaligen Wohnhaus von César Manrique

    3. Jameos del Agua

    Schild vor dem Eingang der Jameos del Agua

    Nachdem wir das Wohnhaus von César Manrique besichtigt hatten, fuhren wir weiter zum nächsten Spot, den man auf Lanzarote gesehen haben sollte. Auch die Jameos del Agua wurden von Manrique gestaltet. Die teilweise eingestürzte Lavaröhre des Vulkans Monte Corona wurde von ihm in die Anlage integriert und ist heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes.

    4. Cueva de los Verdes

    Unser Mietwagen auf dem Parkplatz vor der Cueva de los Verdes

    Da die Cueva de los Verdes in der Nähe der Jameos del Agua gelegen sind, machten wir dort auf dem Weg zurück ins Hotel einen letzten Zwischenstopp. Die Cueva de los Verdes gehört zum selben Lavahöhlensystem und kann auch besichtigt werden. Der geführte Rundgang dauert ungefähr 40 Minuten. In der Höhle befindet sich übrigens ein sehr beeindruckende Konzertsaal. Leider habe ich in der Höhle selbst tatsächlich keine Fotos gemacht.

    Es geht wieder nach Hause

    Nach einer Woche war unser Urlaub auf Lanzarote dann auch leider schon vorbei und so ging es für uns zurück an den Niederrhein.

    Eingang unseres Hotels

    Aktuell beginnt in meinem Kopf die Urlaubsplanung für 2027 und nachdem wir in den letzten Jahren viel mit dem Auto unterwegs waren und Urlaub in Ferienwohnungen gemacht haben, regt sich da eine ganz kleine Stimme, die gerne nochmal auf die Kanaren fliegen würde. Und wer weiß? Vielleicht geht es dann nach 9 Jahren ein zweites Mal nach Lanzarote? Denn den Timanfaya Nationalpark haben wir bei unserem letzten Urlaub auf Lanzarote überhaupt nicht besucht und auch so gibt es wahrscheinlich noch genug zu entdecken. Oder abet wir steuern noch eine weitere Insel an, auf der wir noch nicht waren! La Palma würde da tatsächlich ganz weit oben auf meiner Liste stehen…

    📌 Auf einen Blick: Urlaub auf Lanzarote

    1. Der Flug von Düsseldorf nach Arrecife beträgt ungefähr 4½ Stunden
    2. Unser Hotel war das H10 Lanzarote Garden in Costa Teguise an der Ostküste von Lanzarote
    3. Für unsere Ausflüge haben wir einen Mietwagen bei Cicar gebucht – dort haben wir später auch auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa unseren Mietwagen gebucht
    4. Jardín de Cactus in Guatiza – der Kaktusgarten liegt in einem ehemaligen Steinbruch
    5. Fundación César Manrique in Tahíche – das ehemalige Wohnhaus von César Manrique und heutiger Standort seiner Stiftung
    6. Jameos del Agua – von César Manrique gestaltete Anlage in einer teilweise eingestürzten Lavaröhre des Vulkans Monte Corona
    7. Cueva de los Verdes – Teil des selben Lavahöhlensystems; Besichtigung im Rahmen einer etwa 40-minütigen Führung möglich
  • Weiter geht’s nach Spanien

    Weiter geht’s nach Spanien

    Nach einer wirklich erholsamen Nacht und einem gemütlichen Frühstück in unserem Hotel, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zu unserem Auto, das wir am Tag zuvor in einem nahegelegenen Parkhaus abgestellt hatten.

    Blick auf die Fußgängerbrücke „Passerelle St. Georges“

    Nun ging es endlich weiter nach Spanien – genauer gesagt nach Cambrils an der Costa Daurada. Es lagen also weitere 750 Kilometer vor uns. Damit die Autofahrt für die Kinder etwas angenehmer beginnen konnte, legten wir noch einen kurzen Stopp auf einem Spielplatz ein, der zufällig auf unserem Weg lag.

    Spielplatz am Ufer der Saône in Lyon

    Gut gelaunt machten wir uns also auf den Weg. Als wir Lyon hinter uns gelassen hatten, wurde der Verkehr auch wieder etwas angenehmer. Denn bereits wie am Tag zuvor, hatten wir uns in Lyon auf der Suche nach der Autobahn verfahren.

    Nach knapp 5 Stunden erreichten wir endlich die Grenze zu Spanien.

    Endlich erreichen wir die Grenze zu Spanien

    Nun lagen also noch knapp 260 Kilometer bis nach Cambrils an der Costa Daurada vor uns. Zum Glück ging auch die Zeit relativ schnell und ohne größeren Stau vorbei.

    Nachdem wir endlich in Cambrils angekommen waren, machten wir uns auf die Suche nach dem Parkhaus, das ich bereits vorher über Google Maps rausgesucht hatte. Diesmal auch ganz ohne verfahren…

    Wie bereits am Vortag machten wir uns erneut zu Fuß auf den Weg zu unserem Hotel, das dieses Mal glücklicherweise nicht so weit entfernt war wie in Lyon.

    Unser Hotel „Can Solé“ in Cambrils

    Leider war das Wetter etwas bedeckt und recht frisch. Aber das hielt uns nicht davon ab, die Stadt zu entdecken. Und so zogen wir also los, nachdem wir eingecheckt und unsere Zimmer bezogen hatten.

    Unser Hotel „Can Solé“ lag sehr zentral in der Nähe der Strandpromenade von Cambrils.

    Strandpromenade am Hafen von Cambrils

    Natürlich wollten die Kinder unbedingt ans Meer. Und ich war sehr glücklich darüber, meine Füße nach Jahren endlich wieder ins Mittelmeer halten zu können. Und obwohl wir bereits Mitte Oktober hatten, war das Wasser angenehm warm. Sogar fast angenehmer als der kühle Wind, der uns am Strand um die Ohren wehte.

    Playa del Regueral in Cambrils
    Playa del Regueral in Cambrils

    Nach kurzer Zeit meldete sich der Hunger und wir wollten den Strand auf der Suche nach einem Restaurant verlassen. Aber wie es der Zufall so will, haben unsere kleinen Spielplatz-Trüffelschweine natürlich einen tollen Spielplatz am Strand entdeckt, wo wir dann noch einen weiteren Stopp einlegten.

    Spielplatz am Strand in Cambrils

    Der Abend nahm dann jedoch noch eine etwas unschöne Wendung. Kurz nach unserem Spielplatzbesuch machten wir es uns auf der Terrasse eines Restaurants direkt an der Strandpromenade gemütlich. Das Wetter war immer noch etwas ungemütlich, aber es wirkte nicht so, als würde es bald anfangen zu regnen.

    Nachdem unser Essen serviert wurde und wir gerade anfangen wollten zu essen, ertönte ein ohrenbetäubernder Lärm. Auf allen Handys erschien eine Warnung des spanischen Wetterdienstes vor Starkregen. Das stand ehrlich gesagt im Urlaub nicht unbedingt auf unserer Bingokarte. Kommentar meines Sohnes: „Mist, ich brauche jetzt keinen Starkregen, ich hab ne kurze Hose an…“. Das fasst es erstaunlich gut zusammen!

    Wir beendeten noch unser Essen, bezahlten und machten uns mit etwas gemischten Gefühlen auf den Weg zurück zum Hotel. Hoffentlich würde uns keine unruhige Nacht bevorstehen…

    Abendessen im Restaurant

    Ich hatte weiter oben erwähnt, dass wir einen Stopp auf dem Spielplatz eingelegt haben, bevor es mit dem Auto weiter ging auf unsere nächste Etappe nach Spanien. Warum wir im Urlaub regelmäßig Spielplätze ansteuern, habe ich auch bereits in einem anderen Beitrag erzählt.