Ein Tagesausflug nach Mailand… Und das in den Osterferien. Mit Kindern. Was soll da schon schief gehen?
Während unseres zweiten Urlaubs am Comer See, wollten wir gerne einen Tagesausflug nach Mailand machen. Denn wenn man schon mal in der Nähe ist, sollte man Mailand doch wenigstens gesehen haben, oder nicht?
Gesagt getan… Als wir morgens vom Comer See in Richtung Mailand aufgebrochen sind, hatten wir keine große To-do-Liste. Wir wollten einfach einen entspannten Tag verbringen, vielleicht ein gutes Eis essen – denn schließlich hatten wir ja in den Osterferien die Eissaison offiziell eröffnet und uns im Urlaub bis dahin jeden Tag ein Eis gegönnt.

Morgens nach dem Frühstück haben wir also die Kinder und den Hund ins Auto gepackt und sind von Domaso in Richtung Mailand gestartet. Doch bevor wir überhaupt losfahren konnten, mussten wir uns noch um die City-Maut für die Innenstadt kümmern, ohne die man mit dem Auto nicht in die Stadt fahren darf. Nach etwas Onlinerecherche konnten wir das bequem vom Handy aus erledigen.
Nach ungefähr 2 Stunden Autofahrt waren wir dann endlich in Mailand. Bereits im Vorfeld hatten wir uns ein Parkhaus in der Nähe des Mailänder Doms herausgesucht (und ja, die Parkgebühr hatte es in sich…)


Zu Fuß ging es dann los in Richtung Dom. Wie immer hatte ich mir im Vorfeld bereits bei Google Maps angeschaut, welche Sehenswürdigkeiten wir uns mit Kindern und Hund an einem Tag anschauen könnten. Und der Dom mit der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Galleria Vittorio Emanuele II sollte unseren Startpunkt bilden.

Danach wollten wir weiter in den Parco Sempione (Simplonpark), einer mitten in der Stadt gelegenen Grünanlage mit Spielplatz. Für Kinder und Hund also ideal.
Nachdem wir also den Dom bestaunt und die obligatorischen Touristenfotos gemacht hatten, ging es weiter über die Piazza del Duomo in die Galleria Vittorio Emanuele II, wo die Kinder sofort eine Eisdiele erspähten. Natürlich mussten wir dann ein echtes Mailänder Eis essen. Ich persönlich kann mir tatsächlich nicht merken, welche Eissorte wir wo gegessen haben. Aber mein Sohn hat mir gerade verraten – es ist übrigens Mitte September und in Mailand waren wir im April – dass es anscheinend Uva Fragola (Erdbeertraube) war…




Nachdem wir unser leckeres, aber auch verdammt teueres Eis, aufgegessen hatten, schlenderten wir weiter in Richtung Parco Sempione. Da wir unsere Hündin mit im Urlaub hatten, sollte sie auf dem Tagesausflug natürlich auch auf ihre Kosten kommen.

Auf dem Weg zum Park wollten wir aber noch schnell bei Starbucks vorbeischauen, weil Starbucks in Mailand angeblich auch ein Highlight sein soll. Es handelt sich dabei um die erste Starbucks Filiale Italiens und wurde im Jahr 2018 im alten Postgebäude von Mailand eröffnet. Und ich sag mal so: Einen Kaffee haben wir nicht getrunken, aber der kurze Umweg hat sich durchaus gelohnt.




Nach unserem kurzen Zwischenstopp bei Starbucks ging es für uns weiter durch die Mailänder Innenstadt in Richtung Castello Sforzesco. Dabei schlenderten wir einfach durch die Straßen, schauten uns unterwegs noch ein bisschen um.

Schließlich erreichten wir das ziemlich beeindruckende Castello Sforzesco. Direkt davor befindet sich übrigens ein großer Springbrunnen, der bei angenehmen 25°C natürlich sofort die Aufmerksamkeit unserer Kinder auf sich zog. Denn wenn irgendwo Wasser ist, muss man als Kind natürlich erst einmal testen, wie weit man sich hineinlehnen kann, ohne komplett nass zu werden. Spoiler: man wurde tatsächlich relativ schnell nass…


Vom Vorplatz des Castello Sforzesco liefen wir weiter bis zum Parco Sempione. Nach den vielen Straßen und Eindrücken der Innenstadt war der Park vor allem für die Kinder und unsere Hündin eine willkommene Abwechslung. Endlich konnten sie einfach mal losrennen und ihren Bewegungsdrang ein bisschen ausleben.

Wir liefen einmal quer durch den Park und entdeckten unterwegs sogar noch den beeindruckenden Arco della Pace. Sightseeing haben wir also tatsächlich ganz nebenbei auch noch gemacht. Am anderen Ende des Parks wartete dann aber erst einmal ein Spielplatz auf uns, auf dem die Kinder natürlich noch eine Runde spielen mussten.


Nachdem die Kinder ausgiebig gespielt und unsere Hündin gefühlt den gesamten Park abgeschnuppert hatte, war es mittlerweile Nachmittag geworden und wir machten uns langsam wieder auf den Rückweg. Also ging es noch einmal quer durch den Parco Sempione und durch das Castello Sforzesco zurück in Richtung Mailänder Dom.




Und dann mussten wir nur noch unser Auto wiederfinden. Das Parkhaus lag zwar nicht weit vom Dom entfernt, aber nachdem wir morgens irgendwo zwischen all den Straßen links und rechts abgebogen waren und anschließend stundenlang zu Fuß durch Mailand gelaufen waren, hatten wir ehrlich gesagt keine besonders genaue Vorstellung mehr davon, wo wir unser Auto eigentlich abgestellt hatten.
Erstaunlicherweise ging die Suche relativ schnell– was allerdings weniger an meinem quasi nicht vorhandenen Orientierungssinn lag, sondern vor allem daran, dass mein Mann zum Glück noch wusste, wo wir hinmussten. Auf dem Weg zum Auto sind wir dann noch an einem weiteren Starbucks vorbei gekommen, wo ich mir ein weiteres Mitbringsel aus Mailand besorgen konnte – neben meinen obligatorischen Magneten, hat eine Tasse ihren Weg zu uns nach Hause gefunden.


Nachdem wir dann noch kurz über die absurd hohe Parkgebühr für das Parkhaus gestolpert waren, ging es für uns auch schon wieder zurück nach Domaso an den Comer See.

Unser Fazit zu Mailand mit Kindern:
Unser Tagesausflug nach Mailand hat uns wirklich gut gefallen. Vor allem waren wir überrascht, wie entspannt es trotz der Osterferien in der Stadt war. Wir hatten Anfang April wunderschönes Wetter mit Sonnenschein und ungefähr 25 Grad – für einen Städtetrip fast schon ein bisschen zu warm.
Trotzdem war Mailand überhaupt nicht so überfüllt, wie wir vorher erwartet hatten. Selbst rund um den Mailänder Dom und die Galleria Vittorio Emanuele II konnten wir uns ganz entspannt bewegen und hatten nie das Gefühl, uns durch riesige Menschenmengen schieben zu müssen.
Und auch mit Kindern und Hund hat der Tagesausflug für uns richtig gut funktioniert. Durch den Parco Sempione und den Spielplatz hatten wir zwischendurch genug Möglichkeiten, einfach mal eine Pause vom Sightseeing einzulegen und die Kinder ein bisschen laufen und spielen zu lassen.
Für uns war Mailand deshalb auf jeden Fall einen Tagesausflug vom Comer See wert.
📌 Auf einen Blick: Tagesausflug nach Mailand mit Kindern:
- Anreise: Von Domaso aus waren wir mit dem Auto ungefähr 2 Stunden unterwegs
- Area C: Für die Zufahrt in die Mailänder Innenstadt gibt es die gebührenpflichtige Area C. Das normale Tagesticket kostet aktuell (September 2026) 7,50 €. Vorher unbedingt prüfen, ob das eigene Fahrzeug einfahren darf. Das Ticket muss außerdem dem Kennzeichen zugeordnet bzw. aktiviert werden. Die Regelungen findet ihr auf der offiziellen Seite der Stadt Mailand.
- Parken: Wir haben vorab ein Parkhaus in der Nähe des Mailänder Doms herausgesucht. Praktisch für unsere Runde durch Mailand – allerdings war das Parken ziemlich teuer.
- Unser Streifzug: Mailänder Dom → Galleria Vittorio Emanuele II → Starbucks → Castello Sforzesco → Parco Sempione → Arco della Pace → Spielplatz → zurück zum Dom.
- Mit Kindern: Besonders der Parco Sempione mit Spielplatz war für uns perfekt, um zwischen dem Sightseeing auch einfach mal rennen und spielen zu können.
- Mit Hund: Unsere Hündin konnte uns den ganzen Tag begleiten und hatte vor allem im Parco Sempione endlich ordentlich Platz zum Schnuppern und Laufen.
- Unsere Reisezeit: Anfang April in den Osterferien – bei ungefähr 25 °C und Sonnenschein. Trotzdem haben wir Mailand an unserem Besuchstag als überraschend entspannt und nicht überfüllt erlebt.


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